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Gracias a la vida!
de Violeta Parra - Chile 1964

Gracias a la vida, que me ha dado tanto.
Me dio dos luceros que, cuando los abro,
perfecto distingo lo negro y lo blanco,
y en el alto del cielo, su fondo estrellado,
y en las multitudes al hombre que yo amo.

Gracias a la vida, que me ha dado tanto.
Me ha dado el sonido y el abecedario,
con él las palabras que pienso y declaro:
madre, amigo, hermano, y luz alumbrando
la ruta del alma del que estoy amando.

Gracias a la vida, que me ha dado tanto.
Me ha dado el oído y en todo su ancho
braman día y noche ríos y canarios,
martillos, turbinas, ladridos, chubascos,
y la voz tan tierna de mi bien amado.

Gracias a la vida, que me ha dado tanto.
Me ha dado la marcha de mis pies cansados,
con ellos anduve senderos y charcos,
playas y desiertos, montañas y llanos,
y la casa tuya, tu calle, tu patio.

Gracias a la vida, que me ha dado tanto,
Me di el corazón que agita su mano
Cuando miro el fruto del cerebro humano,
Cuando miro el bueno tan lejos del malo,
Cuando miro el fondo de tus ojos claros.

Gracias a la vida, que me ha dado tanto.
Me ha dado la dicha, me ha dado el llanto,
así yo distingo dicha de quebranto.
Los dos materiales que forman mi canto
y el canto de ustedes, que es mi propio canto.

Gracias a la vida, que me ha dado tanto!








Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben:
Es gab mir zwei Augen, um deutlich zu trennen
das Weiße vom Schwarzen; die Welt zu erkennen,
den sternklaren Grund überm endlosen Himmel
und den, den ich liebe im Menschengewimmel.

Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben:
Es gab mir die Stimme, es gab mir die Laute,
so konnte ich rufen, den, dem ich vertraute:
die Mutter, den Freund und den Bruder zu finden,
den Weg zu der Seele des Liebsten ergründen.

Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben:
Es gab mir zwei Ohren, die Welt zu erlauschen,
Gesang von Zikaden, des Regenguss' Rauschen,
Geräusch von Turbinen, vom Hämmern an Bauten,
die zärtliche Stimme des lange Vertrauten.

Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben:
Es gab mir zwei Füße, um sie zu benützen,
so laufe ich müde durch Städte und Pfützen,
auf Berge, durch Wüsten, so heiß ohnegleichen,
dein Haus, deine Strasse, um dich zu erreichen.

Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben:
Es gab mir mein Herz, und das klopft zum Zerspringen,
will ich die Früchte des Geistes besingen,
seh ich wie weit ist das Gute vom Bösen,
seh ich Deine Augen und kann mich nicht lösen.

Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben:
Es gab mir mein Lachen, es gab mir mein Weinen,
und lässt mich das Glück von dem Leid unterscheiden,
mein Lied ist aus diesen zwei Quellen entsprungen,
mein Lied für mich selber und für euch gesungen,

Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben!